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Villa de Valverde

Die Inselhauptstadt El Hierros

Im Nordosten der Insel findet man die Hauptstadt El Hierros auf einer Höhe von mehr als 600 Metern über dem Meeresspiegel. Sie ist damit nicht wie die anderen Hauptstädte der Kanarischen Inseln direkt am Meer gelegen, sondern knapp 3 Kilometer Luftlinie von diesem entfernt. Seinen Namen (zu deutsch »grünes Tal«) trägt der Ort zurecht, denn er ist mit Gemüse-, Obst- und Blumengärten in eine grüne Umgebung eingebettet.

Es erwartet einen zwar ein reges Treiben, doch ist Valverde mit seinen steilen Gassen sehr beschaulich geblieben. Die hübsche Plaza Principal bildet das Ortszentrum. Dort befindet sich auch das im altkanarischen Stil gebaute Rathaus. Über Treppen gelangt man hinab zur majestätischen Festungskirche Iglesia de la Concepción. Mit dunklen Vulkansteinen verziert und einem blau-weiß gestreiften kleinen Turmdach ist sie in jedem Fall ein toller Anblick. Ende des 18. Jahrhunderts wurde sie auf den Resten eines Vorgängerbaus aus dem Jahre 1544 errichtet.

An der Hauptstraße findet man Geschäfte, Bars und direkt oberhalb der Plaza Principal eine Touristeninformation. Einen Besuch wert ist schließlich das Kunsthandwerkszentrum in einem hübschen Steingebäudekomplex.

Durch die Lage an einem Berghang im Nordosten der Insel ist Valverde voll den Passatwinden ausgesetzt. Man muss Glück haben, um nicht einen bewölkten und windigen Tag zu erwischen, an dem es auch oft kühl wird. Mit einem plötzlichen Wetterumschwung muss außerdem immer gerechnet werden.

Gemeinde Valverde

Valverde ist flächenmäßig die größte der drei Gemeinden El Hierros mit knapp 5.000 Einwohner, jedoch weniger besiedelt als die Nachbargemeinde La Frontera. In der namensgleichen Hauptstadt befindet sich auch der Cabildo Insular, die Inselverwaltung El Hierros. Die Gemeinde erstreckt sich von den alten Dörfern im Norden Echedo, Mocanal, Erese und Guarazaco bis nach Isora hinab. Auf dem Wappen der Gemeinde ist der Árbol Garoé zu sehen, ein den Ureinwohner heiliger Lorbeerbaum, der Wasser gespendet haben soll. Er existiert nicht mehr, doch man findet anstatt seiner bei San Andrés einen neu gepflanzten Baum derselben Art.

Übersetzt bedeutet Valverde »grünes Tal«, welchen Namen es zurecht trägt. Durch seine Lage sind die Orte ständig den Nordost-Passatwinden ausgesetzt, die sehr viel Wind und Feuchtigkeit bringen. Dadurch ist das Gebiet zwar grün, jedoch sehr oft durch eine Wolkendecke bedeckt und es weht ein frischer Wind. Nur die Küstengebiete sind davon ausgeschlossen. Dort ist es auch im Winter meistens heiß und sonnig. In den Höhenlagen von Isora und San Andrés darf man meist auf wolkenfreies Wetter hoffen.

In Tamaduste, La Caleta, Timijiraque oder im staatlichen Hotel Parador Nacional kann man daher auch wunderbar seinen Urlaub verbringen. Vor allem La Caleta und Tamaduste verfügen über sehr schöne Naturschwimmbecken, Timijiraque über einen für El Hierros Verhältnisse groß angelegten Sandstrand und Las Playas am Parador Nacional überzeugt einfach durch seine natürlich schönen Strände und dem beeindruckenden Roque de la Bonanza.

Obwohl die Gemeinde- und Inselhauptstadt Valverde regelmäßig in einer dichten Wolkennebel verschwindet, ist sie doch eine gute Wahl als Urlaubsziel. Die anderen Orte der Gemeinde sind leicht zu erreichen und der ehemals bis zu seiner Ablösung durch Frontera/Tigaday größte Ort der Insel  bietet einige Sehenswürdigkeiten. So kann man die mächtige Festungskirche Iglesia de la Concepción mit ihrem sehr hübschen, terrassenförmigen Vorplatz bewundern. Das neue Rathaus, erbaut in den 1930 Jahren als Ersatz für das 1899 Abgebrannte,  ist ein großes Gebäude im kanarischen Stil. Der älteste Sakralbau El Hierros ist die Kapelle Ermita de Santiago. Vor ihrer Errichtung beteten die Bewohner zum Heiligen Santiago in der ganz in der Nähe gelegenen Höhle Cueva de la Polvora.