La Frontera

La Frontera ist der Mittelpunkt des Golfo-Tales und gleichzeitig der größte Ort der ganzen Insel. Die Hauptstraße wird in der Mitte durch eine lange Promenade geteilt. Unter dem Schatten von Palmen und Bäumen lädt sie zum Flanieren ein. In regelmäßigen Abständen gibt es Bänke, deren Lehnen bemalt wurden – jede mit einem eigenen hübschen Motiv.
Das Panorama, das sich vom Ort aus bietet, ist schlicht großartig. Im Rücken steigen riesige Bergwände in den Himmel empor und davor, auf der Spitze eines Vulkankegels und beinahe im ganzen Tal sichtbar, der abgetrennte Glockenturm der Dorfkirche Nuestra Señora de la Candelaria. Eine Straße führt hinauf zu der Kirche, die einen hübschen Vorplatz mit Brunnen besitzt. Über einen kurzen Aufstieg erreicht man den besagten Glockenturm. Von dort bekommt man einen wunderbaren Blick über La Frontera und den Rest des Tales.

Direkt neben der Kirche befindet sich der Campo de Lucha, eine Art Amphitheater. In ihm werden noch heute Wettkämpfe im traditionellen kanarischen Ringkampf veranstaltet. Diese über die Kanaren hinaus bekannte Sportart wird auf El Hierro gepflegt wie auf keiner anderen Insel des Archipels.
Kirche, Kampfarena – was fehlt noch? Natürlich eine Bar. Diese liegt genau gegenüber der Kirche. Von hier aus startet auch der Aufstieg zum circa 900 Meter höher gelegenen
Mirador
Mirador

Spanische Bezeichnung für einen Aussichtspunkt.

de Jinama, der eine aufregende Sicht über das gesamte Golfo-Tal verspricht.
Früher hatten wohlhabende Bewohner der Hauptstadt ihren Winterwohnsitz in La Frontera. Die ganzjährig milden Temperaturen versprachen auch in der kalten Jahreszeit ein angenehmes Leben in einer schönen Umgebung. Obstplantagen und Weingärten für den Eigenbedarf schmücken die Gärten der Häuser. Heute gibt es immer mehr ganzjährige Bewohner des Ortes.
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