La Caleta

Wenn man von Valverde aus die Straße hinunter zum Flughafen nimmt, ist La Caleta schon früh sichtbar. Am Fuße eines grünen Hanges mit angelegten Terrassenfeldern liegt der beschauliche Ort, umgeben von jeder Menge Wolfsmilchgewächse, direkt an der Küste.
Ähnlich wie Tamaduste befindet sich La Caleta im Ausbau und scheint in den nächsten Jahren noch stark wachsen zu wollen. Vor allem Einheimische, die in Valverde oder dem sehr nahe gelegenen Flughafen arbeiten, sind hierher gezogen. Ansonsten nutzen wohlhabendere Bürger das Dorf als Wochenend- und Sommerdomizil. Die fünf Flieger, die am Tag vom Flughafen aus starten, sind dabei eher eine Attraktion als Lärmbelästigung.

Treppen aus schwarzem Vulkangestein führen hinunter zu der hübsch angelegten Badebucht La Caletas. Über Stege und Leitern gelangt man ins Wasser. Es wurden zusätzlich zwei öffentliche Pools und ein Planschbecken auf der Plattform direkt vor dem Meer errichtet. Da der Bucht schützende Felsriffe fehlen, macht die stärkere Brandung das Baden im Meer im Winter des Öfteren gefährlich. Ein Spaziergang auf dem steingepflasterten Weg das Ufer entlang sollte man sich aber auf jeden Fall gönnen.
Oberhalb der Pools trifft man auf eine kleine, hübsche Kapelle, die in den Stein gehauen wurde. Folgt man weiter den Treppen hinunter bis zum Wasser und schlägt links den Weg über eine Brücke ein, kann man gleich hinter der Brücke (nach dem oberhalb am Hang liegenden Haus), links am Felsen Steinritzzeichnungen der Ureinwohner ausmachen. Die
Petroglyphen
Petroglyphen

Bezeichnung für gravierte, geschabte oder gepickte Felsbilder aus prähistorischer Zeit.

sind nicht unbedingt leicht zu erkennen. Man darf sie auch nicht mit den direkt daneben eingeritzten Zeichnungen aus heutiger Zeit verwechseln. Wenn man also irgendwo „Antonio“ in den Fels geritzt sieht, weiß man aber zumindest schon einmal, dass man auf jeden Fall ganz nah dran ist.

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