Malpaso

Der Malpaso ist mit 1.500 Metern der höchste Berg der Insel und befindet sich im geografischen Zentrum derselben. Zahlreiche Wanderwege führen hier hoch. Am bekanntesten ist der Camino de la Virgen, der einmal über die ganze führt. Alternativ lässt sich der Gipfel auch mit dem Auto über eine Piste anfahren. Der Gipfel (Pico de Malpaso) ist leicht anhand eines Funkmasten und einer Messstation zu erkennen.
Aufgrund seiner Höhe stauen sich hier sehr oft Passatwolken. Deshalb trägt er auch eine entscheidende Wirkung zum Ökosystem der Insel bei. Für diejenigen, die gerne den großartigen Blick über die Insel genießen möchten, ist diese Wolkendecke jedoch eher störend, auch wenn sie ihren eigenen Reiz haben kann.
Der Gipfel selbst ist sehr kahl und verfügt nur über vereinzeltes Gestrüpp auf schwarzer Lavaasche. Von hier oben lassen sich bei entsprechenden Verhältnissen gut die und das Golfo-Tal bewundern. Am Horizont ragen bei freier Sicht die Berggipfel der Nachbarinseln La Palma, La Gomera und Teneriffa empor.

Ende der 80er Jahre gab es ein Bauvorhaben der spanischen Regierung, welches den Gipfel des Berges als Standort für eine großflächige Radar-Abhörstation vorsah. Aufgrund reger Proteste der Inselbevölkerung wurde das Bauvorhaben schließlich abgesagt.
In der Folge dieser und weiterer Bauvorhaben der Regierung bildete sich eine Kommission (Comisión Malpaso), die sich aus Einheimischen zusammensetzt und sich das Ziel gesetzt hat, solche Bauvorhaben zu verhindern.

Anfhart von Valverde

Von Valverde aus fährt man auf der Straße HI-1 in Richtung Süden. Nach etwa 16 Kilometern biegt man links auf die Straße HI-400 ab. Nach weiteren fünf Kilometern folgt man rechts der abzweigenden Straße (nördliche Richtung). Diese führt nach etwa zwei Kilometern zum Gipfel.
Dauer: etwa 30 Minuten
Strecke: etwa 23 Kilometer
  • close
  • GEQUO Reisemagazin

    La Palma – »Lotus Pyranthus«

    La Palma – »Lotus Pyranthus«

    Erst vor wenigen Jahren wurde auf La Palma eine neue Pflanzenart entdeckt – der Lotus Pyranthus. Es handelt sich dabei um einen Inselendemiten, also um eine Pflanze, die ausschließlich auf La Palma vorkommt – und selbst dort wächst sie nur noch in drei kleinen Gebieten.

    Lanzarote – Die Geschichte des Salzes

    Salinas del Janubio

    Heutzutage erfüllen die Meerwassersalinen der Kanaren überwiegend touristische Zwecke. Die meisten der Anlage sind mittlerweile inaktiv, bestechen aber trotzdem mit einer skurrilen Optik

    La Gomera – Die Pfeifsprache »El Silbo«

    La Gomera – Die Pfeifsprache »El Silbo«

    Wie verständigt man sich über große Entfernungen, wenn es weder Telefon noch Internet gibt, keine Infrastruktur vorhanden ist und der Fußweg beschwerlich und aufwändig ist? Unwegsame Schluchten, dichte Urwälder und schroffe Felsen erschwerten die Kommunikation zwischen verschiedenen Orten bis hin zur Unmöglichkeit. El Silbo hieß die Lösung...

    La Palma – Bajada de la Virgen de Las Nieves

    La Palma – Bajada de la Virgen de Las Nieves

    Einst litten die Menschen von La Palma unter einer schrecklichen Dürre. In dieser Situation kam Bischof Jiménez auf die Insel. Er sah das Leid der Menschen und auch ihrer Tiere und die Notwendigkeit, zu handeln. Um die Fürbitte der Gottesmutter zu erlangen, veranlasste er eine Prozession. Und so kam es, dass die Statue der Jungfrau von Las Nieves von eben dort hinab in die Hauptstadt La Palmas getragen wurde.