Calima

Der Calima ist ein großflächiger Sandsturm, welcher seinen Ursprung in der afrikanischen Wüste hat. Die Wetterlage verändert das Klima kurzfristig. In der Folge wird es extrem trocken und heiß. Der umherfliegende Sand lässt die Sichtweite zudem deutlich abnehmen.
Das Wetterphänomen wird in der Regel im Fernsehen oder Radio angekündigt. Dennoch kann es zu einem plötzlichen Auftreten kommen.
Während des Sturms sind einige Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
Es gestaltet sich sinnvoll, die eigene Unterkunft nach Möglichkeit nicht zu verlassen. Des Weiteren sollte man Fenster und Türen schließen. Bei chronischen Atemwegserkrankungen in geschlossenen Räumen aufhalten und Medikamente bereithalten.
Die trockene Luft führt zu einer schnellen Dehydrierung des Körpers. Daher ausreichend Flüssigkeit aufnehmen – vorzugsweise Wasser! Das Entzünden von offenen Feuern ist während des Calimas sehr gefährlich und sollte deshalb vermieden werden. Der gesunde Menschenverstand gebietet selbstverständlich einen verantwortungsvollen Umgang mit jeglicher Art Feuer, insbesondere während der Calima-Wetterlage.
Von sportlichen Aktivitäten ist strikt abzuraten, da die entstehende Lungenbelastung durch die Staubpartikel sehr gefährlich ist. Sollte man mit dem Auto unterwegs sein, ist es ratsam, die Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anzupassen und das Licht zu aktivieren.
Bei unerklärlichen und starken Gesundheitsbeschwerden ist ein Anruf beim örtlichen Notruf sinnvoll.

Vulkanische Aktivitäten und Erosion

Die Insel ist noch immer eine vulkanisch aktive Zone, auch wenn der letzte Ausbruch einige Jahrzehnte her ist. Unter der Erde tut sich sehr viel und es kann schnell zu Steinschlägen kommen.
Daher ist es ratsam, die gekennzeichneten Wege nicht zu verlassen und sich vorher bei den Informationszentren über den aktuellen Zustand der Wanderwege zu informieren.
Besonders heftige Wetterumschwünge können zu einer erheblichen Gefahr führen – insbesondere beim Wandern und Autofahren in höheren Gebieten. Infolge von starkem Niederschlag kann es zu Steinschlägen und abrutschenden Hängen kommen.

Gefährliche Brandungen

Die starken Brandungen an den Küsten dürfen nicht unterschätzt werden. Häufig kommt eine schwer einzuschätzende Unterströmung zustande. Vor allem an unbewachten Stränden sollte man daher größte Vorsicht walten lassen.
Rettungsschwimmer geben den Strandstatus mittels eines Flaggensystems an.
Grüne Flaggen signalisieren ruhiges Wasser ohne Strömung und mit geringer Wellenbildung. Schwimmen, Baden und Schnorcheln am Strand ist gefahrlos möglich.
Eine gelbe Flagge ist ein Warnsignal für unruhiges Wasser mit Wellengang und möglichen Strömungen. Auch geübte Schwimmer sollten nicht allzu risikofreudig sein.
Eine rote Flagge bedeutet Gefahr. Baden und Schwimmen ist verboten. Auch eine starke Quallenkonzentration am Strand kann zu einem Badeverbot führen. Zuletzt werden schwarze Flaggen gehisst. Dann ist der Aufenthalt auf dem Strand mit Lebensgefahr verbunden und damit verboten. Rettungsschwimmer sind zum Selbstschutz nicht mehr zur Hilfeleistung verpflichtet.

Kriminalität

El Hierro zeichnet sich durch eine ruhige und sichere Atmosphäre aus. Die Insel besticht durch eine gute soziale und gesetzliche Kontrolle. Daher gibt es nur sehr wenig Kriminalität.
Dennoch sollte man – vor allem bei größeren Festen – etwas Vorsicht walten lassen. Gerade Langfinger nutzen etwaige Menschenansammlungen, um ihre Opfer unbemerkt zu bestehlen.
Um Diebstählen vorzubeugen, sollte man Taschen im besten Fall vor dem Körper tragen.
Analog dazu verhält es sich mit Brieftaschen und anderen Wertgegenständen.
Ansonsten gelten die übliche Vorsichtsmaßnahmen: Schließen Sie beim Verlassen ihrer Unterkunft alle Fenster und Türen. Lassen sie keine Wertgegenstände im Auto zurück – zum Beispiel auch das Navigationsgerät und den CD-Spieler. Größere Bargeldsummen und Wertsachen jeglicher Art sollten in einem Safe gesichert werden.
Empfehlenswert gestaltet sich zudem die Erstellung und Mitnahme einiger Kopien von wichtigen Dokumenten – wie zum Beispiel Personalausweis, Führerschein, Reisepass et cetera.
Kommt es dennoch zu einem Diebstahl, sollte man umgehend die nächstgelegene Polizeistation aufsuchen oder die Notrufnummer wählen.
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