Wetterphänomene

Calima


Ein bis zweimal im Jahr wird der Saharasand bis nach El Hierro geweht. Tonnen von Staub hängen über der Insel und treiben die Temperaturen bis über 40°C hinauf. Auch in der Nacht kühlt die Luft kaum ab. Es ist dunstig und alles ist mit dem rötlich-braunen Staub der etwa 400 km entfernten Wüste bedeckt. Diese besondere Wetterkonstellation wird Calima genannt und hält mehrere Tage an. Während dieser Wetterlage empfiehlt es sich, von größeren sportlichen Aktivitäten abzusehen. Man sollte die Lungenbelastung durch die Staubpartikel nicht unterschätzen. Auch die Waldbrandgefahr steigt zu dieser Zeit sprunghaft an.

Nebelwolken (bruma)


Weitverbreitete, dichte Nebelwolken, die sogenannten brumas, sind ein charakteristisches Phänomen der Insel El Hierro. Feuchtwarme Luft wird durch die Nordost-Passatwinde gegen die hohen Bergkämme der Inseln getrieben und bleibt hängen. In den Wäldern und an den Hängen kondensiert Wasser und bildet dichte nebelartige Wolken. Sie »verschlucken« ganze Dörfer in höheren Lagen um 600 m. Die ganze Landschaft hat damit etwas Gespenstisches.
Steht man ganz oben auf einem Berg hat man einen wunderbaren Blick auf diese riesige Wolkendecke unter einem, während über einem die Sonne scheint. Man kann eine Wandertour mit bewölktem Himmel beginnen, langsam in die nassfeuchte und oft auch kühle Wolkendecke hinein tauchen. Und dann, wenn man schon nicht mehr glaubt, diese Wolkenwand jemals zu durchbrechen, gelangen die ersten Sonnenstrahlen zu einem und kurz darauf steht man mit den noch nassgeschwitzten Haaren unter wolkenfreiem Himmel und unter einer Sonne, die gnadenlos auf einen hinuntersticht.
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