Auf dem Weg in die Moderne

Der Weg in die Moderne beginnt auf El Hierro etwas später als für die anderen Kanarischen Inseln. Nach einer bitteren Dürreperiode ab 1948 suchten viele Herreños ihr Heil in der Emigration und die Einwohnerzahl sank bis Anfang der 1970er Jahre von etwa 9.000 auf 5.800 Menschen. In den frühen 70ern setzte die Modernisierung der Insel ein und erhielt mit dem Einsetzen der Demokratisierung nach dem Tod des spanischen Diktators Franco 1975 einen zusätzlichen Schub.
Neben der Verbesserung des Bildungswesens, dem Ausbau der Wasserversorgung und Straßen sowie dem Bau eines Flughafens und eines Krankenhauses bekommt El Hierro auch eine fast vollflächige Elektrifizierung. Als Spanien Mitglied der NATO (1982) und EG (1986) wird, bescheren ausländische Investitionen und EU-Subventionen einen ungeahnten Wohlstandsschub auch auf El Hierro.

Im Jahre 2000 wird El Hierro von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt und kann sich 2008 sogar mit dem Titel der „saubersten Insel Europas“ schmücken.
Die Herreños zeigen Eigensinn und treten für ihre Belange ein. Im Jahr 2002 konnte beinahe die gesamte Bevölkerung gegen eine geplante Nato-Militärstation auf dem Malpaso mobilisiert werden. Die Pläne wurden schließlich fallen gelassen. Mit der Verwaltungsreform von 2007 kam ergänzte eine dritte Gemeinde, El Pinar, die bestehenden beiden, Valverde und La Frontera. Im gleichen Jahre wählten die tendenziell linksgerichteten Bewohner zum dritten Mal Tomás Padrón Hernández zum Inselpräsidenten, der im Parlament einer eher konservativen Regionalpartei angehört, seines Einsatzes für die Insel und ihre Bewohner wegen aber eine große Popularität genießt.
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