Valverde

Valverde ist flächenmäßig die größte der drei Gemeinden El Hierros mit knapp 5.000 Einwohner, jedoch weniger besiedelt als die Nachbargemeinde La Frontera. In der namensgleichen Hauptstadt befindet sich auch der Cabildo Insular, die Inselverwaltung El Hierros. Die Gemeinde erstreckt sich von den alten Dörfern im Norden Echedo, Mocanal, Erese und Guarazaco bis nach Isora hinab. Auf dem Wappen der Gemeinde ist der Árbol Garoé zu sehen, ein den Ureinwohner heiliger Lorbeerbaum, der Wasser gespendet haben soll. Er existiert nicht mehr, doch man findet anstatt seiner bei San Andrés einen neu gepflanzten Baum derselben Art.
Übersetzt bedeutet Valverde „grünes Tal“, welchen Namen es zurecht trägt. Durch seine Lage sind die Orte ständig den Nordost-Passatwinden ausgesetzt, die sehr viel Wind und Feuchtigkeit bringen. Dadurch ist das Gebiet zwar grün, jedoch sehr oft durch eine Wolkendecke bedeckt und es weht ein frischer Wind. Nur die Küstengebiete sind davon ausgeschlossen. Dort ist es auch im Winter meistens heiß und sonnig. In den Höhenlagen von Isora und San Andrés darf man meist auf wolkenfreies Wetter hoffen.
In Tamaduste, La Caleta, Timijiraque oder im staatlichen Hotel Parador Nacional kann man daher auch wunderbar seinen Urlaub verbringen. Vor allem La Caleta und Tamaduste verfügen über sehr schöne Naturschwimmbecken, Timijiraque über einen für El Hierros Verhältnisse groß angelegten Sandstrand und Las Playas am Parador Nacional überzeugt einfach durch seine natürlich schönen Strände und dem beeindruckenden Roque de la Bonanza.
Obwohl die Gemeinde- und Inselhauptstadt Valverde regelmäßig in einer dichten Wolkennebel verschwindet, ist sie doch eine gute Wahl als Urlaubsziel. Die anderen Orte der Gemeinde sind leicht zu erreichen und der ehemals bis zu seiner Ablösung durch Frontera/Tigaday größte Ort der Insel  bietet einige Sehenswürdigkeiten. So kann man die mächtige Festungskirche Iglesia de la Concepción mit ihrem sehr hübschen, terrassenförmigen Vorplatz bewundern. Das neue Rathaus, erbaut in den 1930 Jahren als Ersatz für das 1899 Abgebrannte,  ist ein großes Gebäude im kanarischen Stil. Der älteste Sakralbau El Hierros ist die Kapelle
Ermita
Ermita

Einsiedelei als Ort der Andacht und Kontemplation; auf den Kanaren werden auch Kapellen so bezeichnet.

de Santiago. Vor ihrer Errichtung beteten die Bewohner zum Heiligen Santiago in der ganz in der Nähe gelegenen Höhle Cueva de la Polvora.
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