La Frontera

Man kann sich kaum vorstellen, dass das Gebiet der heutigen Gemeinde La Frontera früher kaum besiedelt war und als unfruchtbar galt. Heute liegt hier das wirtschaftliche Zentrum mit riesigen Bananen- und Ananasplantagen, die für den Export bestimmt sind. In der Einwohnerzahl hat es die Gemeinde Valverde mit der gleichnamigen Inselhauptstadt bereits überholt und scheint noch mehr wachsen zu wollen.
Seit 2007 El Pinar als neue südliche Gemeinde von La Frontera abgetrennt wurde, reicht die Gemeinde nur noch vom Golfo-Tal bis El Sabinar im Westen der Insel. El Golfo zählt zu den schönsten Gebieten der Kanarischen Inseln. Las Puntas, La Frontera mit Tigaday und Sabinosa mit dem Badekurort Pozo de la Salud liegen vor einer wunderschönen Kulisse riesiger Berghänge, die sich bis zu 1.500 m in die Höhe ziehen.
Davor ist auf der Spitze eines Vulkankegels fast im ganzen Tal der Glockenturm von La Frontera als Wahrzeichen des Tales sichtbar. Von hier gibt es einen Wanderweg der hinauf zum
Mirador
Mirador

Spanische Bezeichnung für einen Aussichtspunkt.

de Jinama führt, von welchem man das gesamte Tal wunderbar überblicken kann. Auch die ehemalige Hauptstraße führt hier den Berg hinauf. Das schnelle Wachstum der Gemeinde lieferte den Anlass einen 2 km langen Tunnel bei Las Puntas zu errichten, durch den man die Osthälfte der Insel sehr viel schneller erreichen kann.
Sehenswert sind auf jeden Fall die kleinen Naturschwimmbecken entlang der Küste wie das Charco Azul de Sabinosa, Charco Azul, Charco Los Sargos, Charco La Maceta, die Punta Grande und die Playa del Cantadal. Die Nordseite des Golfo-Tales wird durch die markanten Roques de Salmor abgeschlossen. Zwischen Las Puntas und La Frontera sollte man unbedingt das Ecomuseo Guinea besuchen. Dort kann man nicht nur ein Museumsdorf mit Häusern aus verschiedenen Epochen besichtigen, sondern auch eine Zuchtstätte der für ausgestorben gehaltenen Rieseneidechse Lagarto gigante besuchen.
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