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Wanderung Von San Andrés zum Árbol Santo

Tourencharakter:

Diese Wanderung führt uns zum sagenumwobenen Árbol Santo, doch gleich zu Beginn der kalte Schauer der Realität: der Baum, der das Ziel dieser Wanderung ist, ist nicht jener Baum, dem in grauer Vorzeit gewaltige Leistungen beim »Melken« der Passatwolken nachgesagt wurde. Dieser heilige Baum ist längst Geschichte, gefällt durch einen Sturm. Der Baum, der heute besichtigt werden kann und der an der Stelle des alten gepflanzt wurde, ist gerade einmal ein gutes halbes Jahrhundert alt.

Diese kleine Enttäuschung macht jedoch die Wanderung selbst sicher wieder wett. Gemütlich wandert man über mit kleinen Vulkankegeln gesäumte Hügellandschaften und Weiden sowie durch Eukalyptus- und Kiefernwälder. Fast schon gegen Ende der Wanderung führt uns die Strecke auch noch durch den malerischen Weiler Las Montañetas.

Ausgangs- und Endpunkt: San Andrés
Schwierigkeitsgrad: einfach
Dauer: ca. 9,9 km | 3 - 4 Stunden
Höhenunterschiede: 330 m An- und Abstieg
Voraussetzungen: festes Schuhwerk
Mitnehmen: Proviant, Wasser, winddichte Jacke, Regen- und Sonnenschutz

Routenbeschreibung:

Wir verlassen San Andrés auf der HI-10 in Richtung Mirador de la Peña. Kurz hinter dem Ort biegt ein Weg ab, der hinter einem Bauernhof Richtung Nordosten führt. Wir folgen dem Weg, der, am Montaña Entremontañas vorbeiführend, schließlich auf den Camino de la Virgen einmündet. Alternativ kann man auch zunächst dem Straßenverlauf der HI-10 folgen. Schon bald stößt man dann auf der rechten Seite auf ein Schild mit der Aufschrift »Árbol Santo (Garoé)«. Der Weg, der so beschildert rechts mitten in den Kiefernwald hineinführt, ist kein anderer als der Camino de la Virgen.

Nach wenigen Minuten lassen wir den Kiefernwald hinter uns und gelangen nun zu einer Weggabelung. Während der Camino geradeaus weiter führt, biegen wir kurz vor der Gabelung rechts ab auf einen Pfad. Welchen der beiden Pfade wir hier nehmen ist dabei egal, auf dem anderen werden wir wieder zurückkommen. Nach circa 100 Metern stoßen wir auf einige alte Ruinen – es sind die Vorposten von La Albarrada, einem schon lange ausgestorbenen Dorf, dessen Gebiet sich die Natur längst zurückerobert hat.

Wieder an der Weggabelung angelangt, halten wir uns leicht links und steigen die etwas steilere, kurzzeitig auch asphaltierte Piste hinauf. Nach wenigen Minuten erreichen wir den Höhepunkt dieses ersten Anstiegs. Der Weg führt nun wieder leicht bergab, wobei sich uns nun Ausblicke über die Meseta de Nisdafe und bis nach Las Montañetas eröffnen. Wiederum nach wenigen Minuten kommen wir erneut zu einer Weggabelung. Wir halten uns links und gelangen über eine asphaltierte Piste hinab zu einem Besucherzentrum mit kleinem Parkplatz. Hier endet die Piste.

Wir folgen nun rechts einem Weg, der an einer kleinen Steinmauer entlang führt. Nach kurzer Zeit kommen wir zum Árbol Santo, dem den Ureinwohnern El Hierros einst heiligen Stinklorbeerbaum. Von ihm kehren wir nun wieder zurück zum Besucherzentrum. Dort angelangt, biegen wir nun rechts in einen Fahrweg ein. Nach ungefähr 5 Minuten erreichen wir einen Weg, der scharf links abzweigt. Wir folgen ihm hinauf auf den Pedraje-Kamm. Auf der anderen Seite des Kamms steigen wir zwischen Agaven wieder hinab. Wir passieren mehrere kleine Eukalyptus-Wäldchen und stoßen schließlich auf einen Weg, dem wir rechts bergab folgen.

Als nächstes gelangen wir nun auf eine kleine Asphaltstraße. Dieser folgen wir nach rechts an einer Finca vorbei, bis wir auf eine größere Straße kommen. Diese mündet links nach 100 Metern in die HI-10. Auf dieser halten wir uns rechts und kommen nun nach Las Montañetas. Wenn sich die Straße zum ersten mal nach rechts wendet, verlassen wir sie auf einen links abzweigenden Fahrweg. Diesem folgen wir geradeaus. Nach einigen Minuten kommen wir zu einem links zwischen Mauern verlaufenden Fahrweg. Diesem folgen wir, uns dabei rechts haltend, bis er in einen Fußweg übergeht.

Dieser führt nun bergan Richtung Montaña del Cascajo. Am Fuß des Berges angelangt, kommen wir durch ein Taleinschnitt auf eine Anhöhe. Hier stoßen wir auf eine Piste. In diese biegen wir links ein. An einer Gabelung halten wir uns rechts. Nach ungefähr 50 Metern kommen wir wieder zu einem von Steinmauern eingefassten Fußweg. Diesem folgen wir zwischen Weideflächen hindurch. Bei einer Gabelung halten wir uns wieder leicht rechts. Schließlich treffen wir auf eine Piste, die links nach San Andrés führt. Nach knapp 10 Minuten wird die Piste von einem Feldweg gekreuzt – und wie schon zu Beginn unserer Wanderung ist es wieder der Camino de la Virgen. Wir queren den Camino und gehen gerade aus weiter nach San Andrés. Alternativ kann man auch dem Camino nach links folgen. Schon bald kommt man so auf die HI-10, auf der man nun rechts wieder nach San Andrés gelangt.